Nutzungsbedingungen

Inkrafttreten / zuletzt aktualisiert: 1. Juli 2026.

1. Gegenstand dieser Vereinbarung

1.1 Die VNClagoon-Produkte und -Anwendungen sind eine Vielzahl von Softwarelösungen für Produktivität, Zusammenarbeit, Kommunikation und Organisation in Unternehmen, die über Web-, Desktop- und Mobil-Schnittstellen bereitgestellt werden (nachfolgend als „Dienst“ bezeichnet).

1.2 Identität des Anbieters: Der Dienst wird von der VNC – Virtual Network Consult AG als gewerbliche und professionelle Anwendungsumgebung für Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und Organisationen angeboten.

2. Geltungsbereich

2.1 Diese Nutzungsbedingungen (nachfolgend „AGB“) regeln die gesamte Rechts- und Vertragsbeziehung zwischen der VNC – Virtual Network Consult AG, Poststrasse 24, 6302 Zug, Schweiz (nachfolgend „VNC“ oder „Anbieter“) und der natürlichen Person, dem Unternehmen oder der Organisation, die als unser Kunde auftritt (nachfolgend „Kunde“).

2.2 Diese Bedingungen gelten für die gesamte Nutzung der Produkte der VNClagoon-Suite (unter anderem VNCtalk, VNCproject, VNCtask, VNCmail, VNCcontacts, VNCsafe etc.). Abweichende, ergänzende oder entgegenstehende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, VNC stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

3. Lizenzierung & Nutzungsumfang

3.1 Unter der Bedingung der fristgerechten Zahlung der vereinbarten Vergütung gewährt VNC dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein nicht-exklusives, nicht-übertragbares, nicht-unterlizenzierbares und widerrufliches Recht zur Nutzung der lizenzierten Softwareanwendungen und Dienste.

3.2 Zugriffsverwaltung im Unternehmen: Die Nutzungsrechte werden auf Benutzerbasis (pro Arbeitsplatz bzw. Seat) lizenziert. Für jeden einzelnen Endnutzer ist eine gültige Lizenz erforderlich. Die Zugangsdaten (Benutzername und Passwort) sind ausschliesslich zur persönlichen Nutzung oder zur strukturierten organisationsweiten Zuweisung bestimmt und dürfen nicht an unbefugte Dritte weitergegeben werden.

3.3 Explizite Nutzungsbeschränkungen: Dem Kunden ist es ausdrücklich untersagt: (a) Zugangsdaten oder Softwarelizenzen zu vermieten, zu verpachten, zu verkaufen oder zu vertreiben; (b) die zugrunde liegende Software zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu dekompilieren oder den Quellcode von proprietären Elementen zu extrahieren, es sei denn, dies ist durch zwingendes Gesetz gestattet; oder (c) das geistige Eigentum von VNC zur Erstellung von Benchmarks oder konkurrierenden Software-Architekturen zu nutzen.

4. Pflichten des Kunden & Fair Use

4.1 Verantwortung für Accounts: Der Kunde übernimmt die volle Verantwortung für sämtliche Aktivitäten, die unter seinen Benutzerzugängen erfolgen, und stellt sicher, dass die Endnutzer diese Bestimmungen sowie die geltenden Gesetze einhalten.

4.2 Systemsicherheit: Der Kunde ist verpflichtet, alle Zugangsdaten, Passwörter und API-Schnittstellen nach dem Stand der Technik zu sichern. Er hat VNC unverzüglich schriftlich zu benachrichtigen, wenn der Verdacht auf eine Sicherheitsverletzung oder einen unbefugten Zugriff besteht.

4.3 Fair-Usage-Regelung: Um eine Beeinträchtigung der Cloud-Infrastruktur zu verhindern, verpflichtet sich der Kunde, eine standardmässige Fair-Use-Policy bezüglich Bandbreite, CPU-Nutzung und Server-Speicherkapazität einzuhalten. Übermässige oder missbräuchliche Nutzung, welche die Verfügbarkeit des Dienstes für andere Kunden gefährdet, kann zu vorübergehenden Einschränkungen der Bandbreite führen.

4.4 Haftungsfreistellung: Der Kunde stellt VNC auf erstes Anfordern von sämtlichen Ansprüchen Dritter, Haftungen oder Schäden frei, die aus einer schuldhaften Verletzung gesetzlicher Vorschriften, Rechte Dritter oder vertraglicher Bestimmungen durch den Kunden oder seine Endnutzer resultieren.

5. Leistungsumfang, SLA & Fernsperre

5.1 Standard der Bereitstellung: VNC erbringt den Dienst gemäss dem aktuellen Stand der Technik. Funktionen können im Rahmen unserer kontinuierlichen Softwareentwicklung von Zeit zu Zeit aktualisiert, angepasst oder ersetzt werden, sofern dadurch der wesentliche Gesamtcharakter und Nutzen der vereinbarten Module nicht beeinträchtigt wird.

5.2 SLA und Verfügbarkeit: Sofern der Kunde gehostete Cloud-Instanzen (SaaS) erworben hat, strebt VNC eine Systemverfügbarkeit von 99,5% im Jahresmittel an. Ausgenommen hiervon sind geplante Wartungsarbeiten (die in der Regel 24 Stunden im Voraus angekündigt werden) sowie Störungen, die ausserhalb der Kontrolle von VNC liegen.

5.3 Notfall-Sperrung: VNC behält sich das Recht vor, den Zugriff auf den Dienst ganz oder teilweise vorübergehend zu sperren, falls ein schwerwiegender Verstoss gegen diese Bedingungen vorliegt, eine unmittelbare Sicherheitsgefahr für andere Systemnutzer droht oder der Kunde mit der Zahlung fälliger Entgelte nach schriftlicher Mahnung in Verzug bleibt.

6. Vergütung, Abrechnung & Steuern

6.1 Vorauszahlungsmodell: Alle wiederkehrenden Systemlizenzgebühren, Wartungsmodule und SaaS-Zugriffskosten werden im Voraus in Rechnung gestellt und sind sofort fällig – in der Regel auf jährlicher Basis, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart wurde.

6.2 Preisanpassungen: VNC behält sich das Recht vor, die Lizenztarife anzupassen, um technischen Verbesserungen oder sich ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. VNC wird den Kunden über wesentliche Preisänderungen mindestens 30 Tage vorab elektronisch informieren. Widerspricht der Kunde dieser Erhöhung, hat er das Recht, den Vertrag zum Ende der laufenden Rechnungsperiode zu kündigen.

6.3 Zahlungsverzug: Schliesst der Kunde Zahlungen im Rahmen der vereinbarten Fristen nicht ab, wird VNC eine Mahnung aussprechen. Bleibt der Ausgleich aus, kann VNC die Bereitstellung des Dienstes aussetzen. Alle Lizenzgebühren sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig.

6.4 Steuerliche Vorschriften: Alle angegebenen Softwarepreise verstehen sich netto, also zuzüglich der jeweils anwendbaren gesetzlichen Mehrwertsteuer (MwSt) oder Einfuhrzölle. Der Kunde ist für die korrekte Deklaration und Begleichung anfallender Steuern selbst verantwortlich.

7. Vertragslaufzeit & Kündigungsmechanismen

7.1 Standardlaufzeit: Verträge werden für eine anfängliche Mindestlaufzeit von einem (1) Jahr geschlossen. Nach Ablauf verlängert sich der Vertrag automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, es sei denn, er wird von einer der Vertragsparteien fristgerecht gekündigt.

7.2 Kündigungsfrist: Jede Vertragspartei kann den Vertrag unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von mindestens drei (3) Monaten zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit schriftlich (per Einschreiben oder verifizierter E-Mail) kündigen.

7.3 Vorzeitige Kündigung: Bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung auf Wunsch des Kunden oder aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund ist eine Rückerstattung bereits geleisteter Zahlungen ausgeschlossen.

8. Datenschutz & DSGVO-Anbindung

8.1 Compliance: Beide Vertragsparteien verpflichten sich, die Bestimmungen des Schweizer Bundesgesetzes über den Datenschutz (DSG) sowie, sofern anwendbar, der DSGVO einzuhalten.

8.2 Kernbestimmung AVV: Soweit der Kunde gehostete Cloud-Strukturen (SaaS) der VNClagoon-Suite nutzt, agiert VNC als Auftragsverarbeiter. In diesen Fällen schliessen die Parteien eine separate, rechtlich bindende Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV / „Data Processing Agreement“). Der Kunde verbleibt stets datenschutzrechtlich Verantwortlicher.

9. Ausgewogene Haftungsbeschränkung nach Schweizer Recht

9.1 Netzstörungen: Die technische Übertragung von Datennetzen oder externen Telekommunikationsverbindungen liegt ausserhalb des Einflussbereichs von VNC. VNC übernimmt keine Haftung für Engpässe, Ausfälle lokaler Drittanbieter oder Ereignisse höherer Gewalt.

9.2 Haftungsmassstab: VNC haftet uneingeschränkt nur für Schäden, die auf Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit (Art. 100 Abs. 1 OR) zurückzuführen sind. Jede Haftung von VNC für Hilfspersonen (Art. 101 OR) wird ausgeschlossen.

9.3 Für leichte oder mittlere Fahrlässigkeit wird die Haftung von VNC im gesetzlich zulässigen Rahmen ausgeschlossen. Soweit die Haftung greift, ist die Gesamthaftung von VNC pro Kalenderjahr, ob vertraglich oder deliktisch, auf die Summe der Gebühren begrenzt, die der Kunde in den zwölf (12) Monaten vor dem Schadensereignis an VNC gezahlt hat. Die Haftung für indirekte Schäden, entgangenen Gewinn, Reputationsverluste oder Datenverlust wird ausgeschlossen.

10. Schlussbestimmungen, Anwendbares Recht & Gerichtsstand Zug

10.1 Änderung der AGB: VNC kann diese AGB ändern, um rechtlichen Anforderungen oder funktionalen Modifikationen Rechnung zu tragen. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage im Voraus mitgeteilt (per E-Mail oder im Administrationspanel). Widerspricht der Kunde diesen Änderungen nicht innerhalb von 30 Tagen ab Erhalt der Mitteilung schriftlich, gelten die Änderungen als akzeptiert.

10.2 Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung wird durch eine rechtlich zulässige Regelung ersetzt, die dem gewollten wirtschaftlichen Zweck der Parteien am nächsten kommt.

10.3 Anwendbares Recht: Auf diese Nutzungsbedingungen sowie alle darauf basierenden Verträge findet ausschliesslich SCHWEIZERISCHES RECHT unter Ausschluss des Kollisionsrechts und des UN-Kaufrechts (CISG) Anwendung.

10.4 Gerichtsstand: Für alle Streitigkeiten, Kontroversen oder Ansprüche, die sich aus oder im Zusammenhang mit diesen Nutzungsbedingungen oder der Nutzung der VNClagoon-Produkte ergeben, sind ausschliesslich die Gerichte am Sitz von VNC in ZUG, SCHWEIZ, zuständig. VNC bleibt berechtigt, Klage an jedem anderen gesetzlich zuständigen Gericht zu erheben.